Kartierer Informationen

In unserer Info-Mail sind alle aktuellen Themen enthalten. Um diese einem möglichst großen Kreis zugänglich zu machen, wird die neuste Info-Mail hier veröffentlicht:

1. Schaden durch die Krebspest

In der Zeitschrift NATURA 2000 Nr. 35 hat die EU die wirtschaftlichen Schäden durch die Krebspest auf 35 Millionen € pro Jahr geschätzt (siehe Anhang Newsletter N u. B). Aus meiner Sicht sind die Schäden, die invasive Arten wie der Signalkrebs in Gewässern (z.B. negative Auswirkungen auf den Fischbestand) schon oder in Zukunft anrichten noch höher einzustufen. Das sind auch wirtschaftlich ausreichende Gründe stärker gegen die invasiven Krebsarten vorzugehen.

Die Europäische Kommission hat nach jahrelanger Vorbereitung ihren Entwurf für eine EU-Verordnung über den Schutz vor invasiven gebietsfremden Arten (engl.: invasive alien species, kurz IAS) vorgestellt. Der Entwurf samt Begleitunterlagen kann auf der Homepage der Europäischen Kommission (http://ec.europa.eu/environment/nature/invasivealien/index_en.htm) eingesehen werden. Der dreistufige Bekämpfungsansatz, d.h. (1) Prävention von Einfuhr und Freisetzung weiterer IAS, (2) Früherkennung und sofortiges Handeln bei neu auftretenden IAS sowie (3) systematisches Vorgehen gegen bereits weit verbreitete IAS, erscheint sinnvoll und folgt den wissenschaftlichen Empfehlungen. Bei über 11.000 gebietsfremden Arten, die in der EU vorkommen, wovon 10-15% als invasiv angesehen werden müssen, ist eine Beschränkung auf eine lediglich 50 Arten umfassende Liste aber absolut unzureichend.



2. Bestandssituation des Steinkrebses in NRW

Neuere Untersuchungen der bekannten Steinkrebsvorkommen in NRW aus den Jahren 2011 bis 2013 zeigen, dass sich die Bestandssituation dieser FFH-Art noch deutlich verschlechtert hat. Nachdem offensichtlich zwei Bestände erloschen sind, ist nur noch ein einziges Vorkommen für NRW bekannt. Linksrheinisch muss die Art für NRW schon als ausgestorben gelten. Ohne ausreichende Schutz- und Wiederansiedlungsmaßnahmen ist davon auszugehen, dass der Steinkrebs in NRW ausstirbt. Das Edelkrebsprojekt NRW ist derzeit bemüht ein Hilfsprojekt für den Steinkrebs auf die Beine zu stellen, wobei wir der Meinung sind, dass das Land hier in der Pflicht steht.



3. Schulungen und Seminare

Für das erste Halbjahr 2017 sind neue Kartierer-Schulungen geplant. Weitere Infos und Termine finden Sie hier.


4. Aufwandsentschädigung

Die Aufwandsentschädigungen für 2013 sind jetzt angewiesen. Sollten Sie 2013 Meldungen abgegeben, aber keine Aufwandsentschädigung erhalten haben, melden Sie sich bitte. Meldungen (auch "kein Fund") können natürlich weiterhin abgegeben werden. Nochmal vielen Dank für die Mitarbeit.



5. Muscheln

Hier auch ein paar Infos zu Muscheln, die ich gerne weiterleite.



Dr. Harald Groß
Edlekrebsprojekt NRW
 

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