Warum gibt es das Edelkrebsprojekt NRW?

Krebssterben aufgrund der Krebspest

Die Krebspest

Die beiden heimischen Flusskrebsarten Edelkrebs und Steinkres gelten in NRW als "vom Aussterben bedroht" (Rote Liste NRW 2010). Neben der Gewässerverschutzung und dem Ausbau der Gewässer war v.a. eine aus Amerika eingeschleppte Eipilzerkrankung für den erschreckenden Rückgang der Flusskrebse verantwortlich.

Der seuchenartige Verlauf der Krankheit und das massenhafte Sterben von Flusskrebsen brachten ihr den Namen "Krebspest" ein. Aber erst durch die Einführung amerikanischer Flusskrebsarten, die gegenüber der Krankheit weitgehens immun sind, diese aber übertragen, konnte sich die Krebspest in Europa dauerhaft etablieren. Die heute in unseren Gewässern weit verbreiteten amerikanischen Flusskrebsarten bilden den Ausgangspunkt für weitere Ausbrüche. Eine Verbreitung der Krankheit erfolgt häufig unbewusst durch den Menschen.


Nicht-heimische Arten

Eine zusätzliche Gefahr besteht in der zum Teil durch den Menschen geförderten Ausbreitung nicht-heimischer Flusskrebse und der damit verbundenen Verdrängung der biologisch unterlegenen heimischen Arten. Das zunehmende Interesse an Flusskrebsen in der Aquaristik und der unkontrollierte Verkauf über den Zoofachhandel spielen eine entscheidende Rolle. Durch die Ernährung von totem tierischem und pflanzlichen Material, nimmt der Flusskrebs als eine Art "Gesundheitspolizei" eine wichtige Rolle im Gewässer ein. Dieser Nutzen für die gesamte Lebensgemeinschaft sollte erhalten bleiben.

 

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