Schutzmaßnahmen für heimische Edelkrebse

Erfassung aller Flusskrebsbestände

Nur auf Grundlage einer umfangreichen Erfassung aller vorhandenen Flusskrebsbestände sind umfassende und effektive Schutzmaßnahmen für die heimischen Arten möglich.

Lebensräume erhalten

Die Lebensräume der noch vorhandenen heimischen Flusskrebsvorkommen müssen zumindest in ihrem derzeitigen Zustand erhalten bzw. Maßnahmen zu Verbesserung oder zur Erweiterung ergriffen werden.

Ausbreitung nicht-heimischer Flusskrebse verhindern

Die natürliche Ausbreitung der nicht-heimischen Flusskrebarten wird nicht gänzlich zu verhindern sein. Zumindest aber die Verbreitung durch den Menschen sollte unterbleiben. So ist ein Aussetzen von nicht-heimischen Flusskrebsarten grundsätzlich abzulehnen und laut Fischereirecht in NRW untersagt.

Auch aus Gartenteichen können die Tiere in andere Gewässer über Land abwandern. Eine erlaubte intensive Befischung von nicht-heimischen Beständen (v.a. die Entnahme von weiblichen Tieren) kann eine weitere Ausbreitung ggf. verringern. Im Einzelfall sollten zum direkten Schutz von heimischen Flusskrebsen Wanderbarrieren geprüft werden und ggf. erhalten bleiben. Auch der Einbau von fischpassierbaren Krebssperren wäre eine Möglichkeit.

Vermeidung einer Übertragung der Krebspest

Zwar werden auch bei der Krebspest die natürlichen Übertragungswege nciht auszuschließen sein, der häufigen Verbreitung durch den Menschen ist aber entgegenzuwirken. So können über Fischbesatz oder Haftwasser an Gummistiefeln oder Geräten die Sporen des Erregern übertragen werden.
 

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