Verbreitung der Krebsarten in NRW

Meldungen der Flusskerbsarten in NRW, Stand Dezember 2013.

Nachdem das Edelkrebsprojekt NRW seit Anfang 2007 landesweit aktiv ist, wurde 2012 eine erneute Überarbeitung der Verbreitungskarten vorgenommen. Die für fast alle Arten festzustellende Zunahme an Meldungen (siehe Tabelle) ist auch auf die vermehrte Arbeit der ehrenamtlichen Kartierer zurückzuführen.

Erfreulich ist die Zahl von 135 Meldungen für den heimischen Edelkrebs. Dabei ist eine große Zahl auf Wiederansiedlungsmaßnahmen zurückzuführen, ohne die die Situation des Edelkrebses deutlich schlechter wäre.

Für den Steinkrebs wurden 2006 zwei noch nicht bekannte Bestände in der Eifel gemeldet. Mittlerweile sind diese wieder erloschen. Dies verdeutlicht die große Gefährdung dieser Art für NRW.

Der amerikanischer Kamberkrebs hat nahezu alle großen Fließgewässer wie Rhein, Ruhr und Lippe sowie das Westdeutsche Kanalnetz besiedelt. Leider wurde die Art durch den menschen auch in viele Baggerseen ausgesetzt.

Die Bestände des ebenfalls gegenüber der Krebspest anfälligen Galizischen Sumpfkrebses sind aus Sicht des Artenschutzes weniger bedenklich, da diese osteuropäische Art wenig Ausbretungstendenzen zeigt.

Ganz ander und schlimmer als zu Projektbeginn befürchtet, ist die Situation beim Signalkrebs und dem Roten Amerikanischen Sumpfkrebs. Die 80 Meldungen des Signalkrebses zeigen wie weit die Art in NRW schon verbreitet ist. Aufgrund der schwierigen Unterscheidung zum Edelkrebs wird diese Art in Unkenntnis der Folgen immer noch in neue Gewässer ausgesetzt. Der Rote Amerikansche Sumpfkrebs lebt in seiner Heimat auch in zeitweise trockenfallenden Überschwemmungsgebieten und ist so am besten in der Lage auch über Land neue Gewässer zu besiedeln.

 

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