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Flusskrebse im Zoofachhandel

Alle Schutzmaßnahmen für die heimischen Flusskrebse werden ins Leere laufen, wenn nicht parallel dazu durch allgemeine, aber auch gezielte Informationen das unbedachte Umsetzen von nicht heimischen Flusskrebsen und das Aussetzen von Aquarienkrebsen reduziert wird. Neben der Fischerei sollte besonders der Zoofachhandel Informationen über die Gefahrenfür die heimischen Flusskrebse erhalten und an den Kunden weitergeben. Durch die Möglichkeit, Flusskrebse über das Internet zu bestellen, können diese auch ohne Kontakt zu Fachpersonal bzw. fachliche Beratung erworben werden. Um dem Zoofachhandel eine einfach Möglichketi der Kundeninformation zu bieten, hat das Edelkrebsprojekt NRW einen Informationsflyer herausgebracht.

Mit der Weitergabe dieser Information zeigt der Händler deutlich seine fachliche Kompetenz und Verantwortung für die Natur. Nicht unerwähnt sollte sein, dass durch eine derartige Information auch allgemein auf die Probleme durch das Aussetzen von Neobiota aufmerksam gemacht wird.


Grundsätze für den Handel mit Flusskrebsen in Zoofachgeschäften

1. Flusskrebsarten

Im Kaltwasserbereich wird ausschließlich der heimische Edelkrebs (Astacus astacus) zum Verkauf angeboten. Im Warmwasserbereich sollten möglichst australische FLusskrebsarten oder Zwergflusskrebse aus tropischen Regionen verkauft werden. Sehr kritisch ist der Handel mit amerikanischen Flusskrebsen zu sehen, die nachweislich in heimsichen Gewässern überleben und die Krebspest übertragen können:


2. Ankauf

Der Ankauf von Edelkrebse erfolgt nur bei anerkannten Edelkrebszuchten. Ein Ankauf über den Großhandel wird aufgrund der hier bestehenden Gefahr einer Krebspestübertragung als zu unsicher angesehen.


3. Haltung

Die Haltung der Flusskrebse erfolgt in einer angemessenen Dichte. Jedem Krebs steht dabei mindestens eine Vesteckmöglichkeit zur Verfügung. Die Menge der angekauften Krebse sollte der Menge der vorraussichtlich zu verkaufenden Krebse angepasst werden, um zu lange Hälterungen der Tiere zu vermeiden. Die Haltung von Edelkrebsen zusammen mit Fischen oder anderen Organismen, die aus dem Großhandel stammen, ist aufgrund der Gefahr einer Krebspestübertragung abzulehnen. Eine ausreichende und abwehcslungsreiche Fütterung hilft den Kannibalismus v. a. nach Häutungen zu vermindern. 


4. Beratung

Beim Verkauf von Flusskrebsen wird im Hinblick auf die Haltungsbedingungen der Tiere ausreichend und kompetent beraten. Besonders wichtig ist der eindringliche Hinweis, dass exotische Tiere nicht in der Natur ausgesetzt werden dürfen, da die u. a. durch die Übertragung der Krebspest eine große Gefahr für die heimischen Arten darstellen. Beim Internetverkauf erfolgt diese Beratung durch Warensendung beigelegtes Informationsmaterial.

Entsprechendes Informationsmaterial ist [hier] als PDF-Datei erhältlich.


5. Transport

Sowohl beim Laden- als uach beim Internetverkauf werden geeignete Transportbehältnisse benutzt. Eine Versendung bei Frost oder Hitze erfolgt nicht.


6. Rücknahme

Bei einer Unverträglichkeit der verkauften Flusskrebse mit anderen Organismen bzw. aufgrund ihres Verhaltens (z. B. Grabtätigkeit) erfolgt eine kostenlose Rücknahme der Tiere durch den Zoofachhandel. Ist eine Rücknahme im Einzelfall z. B. von größeren Tieren nciht möglich, wird an das Edelkrebsprojekt NRW verwiesen.

Kooperationen mit Zoofachgeschäften

Fachgeschäfte können sich den Grundsätzen für den Handel mit Flusskrebsen in Zoofachgeschäft verpflichten, um ihre Kompetenz und Verantwrtung zu dokumentieren. Bislang kooperieren folgende Händler mti dem Edelkrebsprojekt NRW:

  • Zoo Zajac

  • Hawi-Aquaristik


 

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