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Aktuelles


Was tun bei Krebspestbefall?

Ein neues Infoblatt für Gartenteichbesitzer, Aquarianer und Teichwirte!

Der Erreger der Krebspest (Aphanomyces astaci) ist ein Parasit, zählt zu den Algenpilzen und steht auf der IUCN-Liste der 100 schlimmsten invasiven Arten weltweit. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Unsere einheimischen und einst weit verbreiteten Flusskrebse, Edelkrebs und Steinkrebs, wurden aber von der Krebspest und ihren Überträgern, den vom Menschen ausgesetzten amerikanischen Flusskrebsen, dezimiert und aus den meisten Gewässern verdrängt. Für Aquarianer und Teichwirte mit Edelkrebszuchten kann ein Krebspestbefall schnell zu einem hohen wirtschaftlichen Schaden führen.

Doch wie kann man sein Aquarium, Gartenteich oder Teichanlage am besten vor der Krebspest schützen? Und was ist zu tun, falls es doch mal zu einem Ausbruch der Krankheit kommt?

Hier und in unserem Downloadbereich finden sie das neue Infoblatt zu "Was tun bei Krebspestbefall?"

Das Edelkrebsprojekt NRW steht allen Interessierten und Hilfesuchenden gerne mit professioneller Beratung zur Seite. Schreiben Sie uns gerne an: info@edelkrebsprojektnrw.de

Erstellt am: 25.09.2020


Kalikokrebs im Siegsystem entdeckt!

Der Kalikokrebs gefährdet einheimische Klein- und Auengewässern (Bild: H.Groß).

Invasion erfolgt offensichtlich über den Rhein!

Nachdem 2017 bereits eine Krebsschere des Kalikokrebses (Faxonius immunis) am Ufer des Rheins bei Düsseldorf gefunden wurde, konnte das erste Vorkommen für NRW 2018 in der Nördlichen Düssel nachgewiesen werden. Jetzt wurden Kalikokrebse zweifelsfrei auch in einem kleinen Nebenbach der Sieg bei Hennef entdeckt.

Mehr Infos in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Erstellt am: 17.07.2020


„Genau sein Typ" – Der Steinkrebs und der Gewässertyp des Jahres 2020

Links: Die Erft in der Eifel gehört zum Gewässertyp des Jahres 2020. Rechts: Der Steinkrebs wird derzeit aus steinigen Mittelgebirgsbächen verdrängt.

Steinige Mittelgebirgsbäche sind ideal für den Steinkrebs

Das Umweltbundesamt (UBA) hat den steinigen, kalkreichen Mittelgebirgsbach zum Gewässertyp der Jahres 2020 ernannt (s. Pressemitteilung 20.3.20).

In NRW trifft man diesen Gewässertyp hauptsächlich in der Eifel, dem Egge-Gebirge oder auf der Paderborner Hochfläche an. Das UBA hat auch eine Online-Karte veröffentlich, auf der man das Vorkommen des Gewässertyps anschaulich sieht! Vielleicht findet man sogar einen in Ihrer Nähe.

Solch struktur-und sauerstoffreichen Bachoberläufen oder Quellregionen gehören zu den ursprünglichen Lebensräumen des Steinkrebses. Neben dem Edelkrebs ist er die einzige weitere einheimische Flusskrebsart in NRW. Anders als der Edelkrebs, ist der Steinkrebs fast nie in stehenden Gewässern anzutreffen und bevorzugt kühlere Wassertemperaturen der Oberläufe. Auch fühlt sich der Steinkrebs eher auf steinigem Untergrund mit Totholz wohl, als auf erdig-lehmigem Untergrund, den der Edelkrebs in Stillgewässern und in den Unterläufen als Habitat nutzt.


Man erkennt, dass sich die beiden Arten ursprünglich die Gewässerregionen gut untereinander „aufgeteilt" hatten. Das änderte sich durch den Vormarsch nicht einheimischer Flusskrebse, die sich effizienter fortpflanzen, teils aggressiver sind und dazu auch noch immun gegenüber der Krebspest sind, die sie übertragen. Besonders der Signalkrebs breitet sich weiterhin bis in die Oberläufe aus und vernichtet dort vorhandene Steinkrebsbestände. Hinzu kam in der Vergangenheit weiterer Lebensraumverlust durch Gewässerverschmutzungen und der Gewässerausbau, die die natürliche Fließgewässerdynamik und ihre Struktur verformten.


Das führte dazu, das Stein- und Edelkrebs innerhalb der letzten 150 Jahre aus den meisten unserer Gewässer verdrängt wurden. Ihre letzten Refugien sind meist abgeschnittene Bachoberläufe oder isolierte Kleingewässer, in die sie vor allem vom Edelkrebsprojekt NRW aktiv wieder angesiedelt werden.

Weiterführende Links:
Steinkrebs

Karte der Fließgewässertypen in NRW

Wiederansiedlungsmaßnahmen

Erstellt am: 04.05.2020


Erste Besatzmaßnahmen im Wesereinzugsgebiet!

Auch Teiche und Seen können unter gewissen Voraussetzungen geeigneten Lebensraum für den Edelkrebs bieten (Foto: H. Groß).

Nachdem bis 2018 nur Besatzkrebse des Rheinstammes zur Verfügung standen, konnte 2019 zum ersten Mal ein Gewässer im Wesereinzugsgebiet von NRW mit „Weserkrebsen" besetzt werden.

In 2020 ist geplant Jungkrebse in zwei weiteren Gewässern im Wesereinzugsgebiet von NRW auszusetzen.

In naher Zukunft sollen auch Besatzkrebse des Weserstammes in NRW selbst gezüchtet werden, die dann für weitere Wiederansiedlungen zur Verfügung stehen. Damit wäre dann eine weitere wichtiger Voraussetzung zum Erhalt des Edelkrebses in NRW geschaffen.

Mehr Infos in unserer Pressemitteilung vom 27.3.

Erstellt am: 27.03.2020


Schulungsausfall - Corona-Virus

Felipe Esquivel Reed / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

März & April 2020

Im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus fallen leider unsere Flusskrebskartiererschulungen am

  • 31.3. in Münster
  • 2.4. in Leverkusen
  • 4.4. in Bad Salzuflen
  • 23.4. in Duisburg

bis auf Weiteres aus! Wir hoffen die Termine entweder kurz vor oder kurz nach den Sommerferien nachholen zu können und werden die angemeldeten Teilnehmer so schnell wie möglich darüber informieren.

Bleibt gesund!

Hier ein Link zu den offiziellen Maßnahmenvorgaben für NRW.

Erstellt am: 18.03.2020


Neue Schulungstermine für Flusskrebskartierer!

Das ist ein Marmorkrebs - Hätten Sie's gewusst? (Bild:H.Groß)

März & April 2020

Das Edelkrebsprojekt NRW bietet auch in diesem Frühjahr wieder kostenfreie Flusskrebskartierer-Schulungen für alle Interessierten an.

  • 31.3. Münster
  • 2.4. Bad Salzuflen
  • 4.4. Leverkusen
  • 23.4. Duisburg

Schicken Sie einfach das Anmeldeformular an:

Das Edelkrebsprojekt NRW kann nach Terminabsprache auch weitere Schulungen für Vereine oder andere
Interessenten anbieten.

 

Erstellt am: 16.01.2020


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